|
Der wachsende Wettkampfstress kann bei Sportlern
sowohl physischen als auch mentalen Stress hervorrufen, der die Leistungsfähigkeit
negativ beeinflusst. Sie verkrampfen, der Puls steigt, es bricht kalter
Schweiß aus, sie machen sich Gedanken über den Ausgang des Wettkampfes,
sie haben Konzentrationsprobleme. Dadurch haben Trainer verstärkt Interesse
an Sport-Psychologie, besonders an Stresskontrolle. Das Interesse konzentrierte
sich auf Techniken, die Sportlerin Wettkampfsituationen anwenden können,
um die Kontrolle über sich zu behalten und um die Leistung zu steigern.
Einmal angelernt, ermöglichen diese Techniken dem Sportler zu entspannen
und sich in positiver Weise auf den Wettkampf bzw. auf die Wettkampfvorbereitung
zu konzentrieren. Psychologie ist ein weiteres Hilfsmittel um
in Wettkämpfen erfolgreich zu sein.
Drei Methoden werden hauptsächlich zur Leistungsbeeinflussung eingesetzt:
Bildliche Vorstellung
Imagination ist der Gebrauch von Bildern
um sich Situationen vorzustellen. Visualisierung ist die Anwendung
der Bildung und Verstärkung positiver Vorstellungen. Es ist eine Strategie
um Leistungen und z.B. das Erlernen motorischer Fähigkeiten zu beeinflussen
Die Bilder können intern oder extern sein. Interne Vorstellungen sind
die, bei denen der Sportler sich vorstellt im Körper zu sein, während
er schwimmt. Die externe Sichtweise ist die, bei der der Sportler sich
quasi von außenbeim Schwimmen zuschaut.
Diese Methode hat folgende Vorteile:
- verstärkte Muskelausdauer
- verstärkte Muskelaktivität
- verstärkte elektrische Aktivität im Muskel
- verstärkte Muskelkraft
- verstärkte Maximal-Kraft
- verbesserte motorische Fähigkeirten
- weniger Angstgefühle
Zielsetzung
Das Setzen von Zielen bringt eine positive
Motivation und Ausrichtung. Sportler müssen ihre Vorhaben auflisten
und lang-,mittel- und kurzfristige Ziele planen. Es kann auch Ergebnis-orientierte
Ziele gebe. Diese Ziele sind für gewöhnlich durch spezifische, kurzfristigere
Ziele unterstützt, z.B. : Ich schwimme 50m Freistil 5 Sekunden schneller. Diese
spezifischen Aufgaben bei denen der Sportler fühlt, dass er direkte Kontrolle über sie hat.
Wenn die kurzfristigen Ziele erfüllt sind,
treten längerfristige Zielsetzungen an ihre Stelle. Öfters müßen Ziele
für verschiedene Trainingsaspekte gesetzt werden -Ernährung, Krafttraining,
Technikübungen etc. Auch außersportliche Zierle wie Schule, Karriere
etc. sind wichtig.
Entspannung
Es gibt eine Vielzahl Entspannungstechniken mit den folgenden Merkmalen:
- Prozeduren zum Erkennen und späteren Beeinflussung von Muskelspannungen
- Konzentration auf Atmungskontrolle
- Konzentration auf sensorische Fähigkeiten wie Temperatur, Gefühl für Schwere etc.
- mentale Bilder
Egal welche Technik verwendet wird, müssen
die folgenden zwei Vorrausetzungen erfüllt sein, wenn man sie lernt.
- Der Athlet muss daran glauben, dass Entspannung helfen wird
- Ein ruhiger, warmer, abgedunkelter Raum ohne äußere Störungen
Meditation
Viele Sport Psychologen sind der Meinung,
dass Meditation hilfreich ist, wenn es darum geht, maximale Leistung
zu erreichen. Meditation kann Stress vor einem Wettkampf abbauen und
mit ein bisschen Erfahrung kann der Sportler lernen, verschiedene Muskelgruppen
zu entspannen und verschiedene Anspannungszustände im Muskel zu erkennen.
Diese Technik beinhaltet die folgenden Techniken:
- Lege dich ruhig auf den Rücken, liege bequem und schließe die Augen
- Entspanne alle deine Muskeln bei den
Füßen anfangend und weitergehend bis zum Gesicht.
- Atme aktiv durch die Nase und fühle,
dass due atmest, wenn du ausatmest sage leise zu dir selbst "Eins".
Z.B atme ein ... aus, "Eins, ein.. aus "Eins" u.s.w.
Mache dies 20 Minuten. Du kannst die Augen öffnen um nach der Uhr
zu sehen, verwende aber keinen Wecker. Wenn du fertigt bist, bleibe
für ein paar Minuten ruhig liegen, zunächst mit geschlossenen Augen,
später mit offenen Augen.
Behalte eine passive Haltung bei und denke
an etwas ganz anderes. Wenn die Gedanken abschweifen, konzentriere
dich wieder auf die Atmung. Versuche diese Technik einmalp pro Tag
anzuwenden.
Wie bekomme ich entspannte Muskeln ?
Fortschreitende Muskelentspannung beinhaltet
aktive Anspannung und Entspannung von Muskeln. Wenn ein Muskel 4 -
6 Sekunden angespannt ist und dann entspannt wird, kehrt der Muskel
in einen entspannteren Zustand zurück. Dieser Prozess .- Anspannung/Entspannung-
sollte für die folgenden Muskelgruppen wechselweise durchgeführt werden Füße,
Beine, Oberschenkel, Bauch, Rücken, Nacken, Schultern, Arme Hände.
Gesicht und Augen.
Wie fühlen sich entspannte Muskeln an?
J.H. Schultz entdeckte schon in den 1930ern,
dass Patienten in einem entspannten Zustand eine von zwei Sensationen
wahrnahmen: das Gefühl von Wärme oder das Gefühl der Schwere im vollkommen
entspannten Körper. Während des Entspannungsprozesses sollte die Konzentration
auf eine dieser zwei Sensationen fokussiert werden. Bei den ersten
Sitzungen sollte der Sportler ausprobieren welches dieser Gefühle angenehmer
für ihn ist.
Kann Entspannung auch negative Auswirkungen haben?
In einem Wettkampf ist ein Sportler entweder
- zu wenig angespannt, kommt nicht auf Touren, ist desinteressiert etc.
- übererregt, extrem nervös, panisch vor dem Wettkampf, fühlt sich krank
- optimal erregt, nervös aber kontrolliert, denkt positiv, fühlt sich gut etc.
Wenn man Entspannungsübungen mit einem übererregten
Sportler macht, kann man die Nervosität auf das Niveau eines optimal
erregten Sportlers bringen. Das würde eine positiven Effekt auf die
Leistung haben. Wenn man einen eher lahmarschigen Sportler Entspannungsübungen
machen lässt, wird es für ihn nur schwerer, für den Wettkampf auf Touren
zu kommen. Der Coach muss daher seine Athleten genau kennen und wissen,
wie sie auf Wettkampfsituationen reagieren.
Philosophien von Entspannung (Yoga, Meditation etc.)
Yoga kann verwendet werden, um
- die Leistung zu verbessern/li>
- fürs Stretching/li>
- zum Stress- und Angstabbau
These: Man kann keine Kontrolle über den Körper bekommen, ohne eine einhergehende
Kontrolle über den Geist.
In anderen Worten: Mentale Übungen sind
für einen Sportler ebenso notwendig, wie Übungen für die motorischen
Fertigkeiten. Die Fertikeiten, die durch Yoga beeinflusst werden sind:
Entspannung, Kontroll-Techniken für Nervosität, Konzentration, Aufmerksamkeit,
Erholung, Regeneration, Bewusstsein des Körper/Geist Dualismus, etc.
"Du kannst nur erreichen, an was du glaubst"
|